Retinol: Der Power-Wirkstoff für einen frischen, gesunden und regenerierten Teint

DR. MIRIAM REHBEIN | 19. JANUAR 2021

Bei dem Thema Hautpflege und Anti-Aging bekommen wir immer öfter von dem Power-Wirkstoff Retinol zu hören. Kein Wunder – Die zellerneuernde Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Trotzdem ranken sich eine Reihe von Mythen, um diesen besonderen Inhaltsstoff. Eins ist klar: Retinol ist schon viel länger bekannt als sich vermuten lässt, denn 1937 hat Paul Karrer einen Nobelpreis für seine Untersuchungen über Vitamin A und dessen Wirkung auf den Körper erhalten. Welche positiven Effekte dieser Inhaltsstoff für Deine Haut darstellen kann, worauf Du beim Kauf eines Retinol-Pflegeprodukts achten solltest und wie Du diesen Superhero richtig anwendest, erfährst Du jetzt.

Frau mit gesunder/strahlender Haut mit Creme im Gesicht

Retinol & seine Wirkung auf die Haut

Wie Du eben bereits erfahren hast, ist Retinol nicht erst seit gestern bekannt. Trotzdem erfreut es sich erst jetzt immer größerer Beliebtheit. Vitamin A ist für unseren Körper essentiell – unsere Gesundheit, Stoffwechsel und Augen profitieren von diesem Vitamin. Doch in der Gesichtspflege lassen sich eine Vielzahl positiver Effekte feststellen. Aus diesem Grund möchten wir Dir zuallererst einen umfassenden Überblick über diesen wunderbaren Inhaltsstoff verschaffen.

Um zu verstehen, wie Retinol wirkt ist zunächst einmal wichtig zu verstehen, wie unsere Haut zusammengesetzt ist. Unsere Haut besteht aus vielen dünnen Schichten. Die äußerste Schicht, die Oberhaut wird Epidermis genannt. Diese sorgt dafür, dass keine Keime und Bakterien in den Organismus gelangen. Aus diesem Grund ist es sehr wichtig die Haut regelmäßig zu pflegen und mit allen notwendigen Nährstoffen zu versorgen, um eine optimale Funktion dieser zu gewährleisten. Die darunter liegende Lederhaut, auch Dermis genannt sorgt mit ihrem dichteren Bindegewebe für Elastizität und Festigkeit der Haut. In dieser Schicht liegen auch Muskelfasern, Talgdrüsen, Haarwurzeln und Tastsinnzellen. Die unterste Hautschicht heißt Subcutis und dient, wie der Name Unterhautfettgewebe bereits erahnen lässt, zur Speicherung von Wärme und Nährstoffen.

Durchschnittlich regeneriert sich Deine Haut in rund 28 Tagen. Jedoch nimmt die Regeneration und damit die Zellerneuerung im Laufe des Alters immer weiter ab. Des weiterem wird weniger Kollagen gebildet, welches die Haut straff und glatt aussehen lässt. Diese Kombination lässt die Haut immer fahler und schlaffer wirken. Doch es gibt Hoffnung: Retinol ist ein wahrer Superhero im Anti-Aging Bereich! In verschiedenen Studien konnte eine extrem positive Wirkung auf die Hautstruktur nachgewiesen werden. Das Vitamin unterstützt die Regeneration, verfeinert die Poren und kann Problemhaut reduzieren. Auch bei Akne kann sich Retinol positiv auswirken. Darüber hinaus wirkt dieses Antioxidans wirkt wahre Wunder gegen freie Radikale.

So wirkt Retinol in der Haut:
Es fördert die Hauterneuerung, verfeinert das Hautbild und regt die Kollagensynthese in tiefen Hautschichten an.

Funktionsweise von Retinol

Hauterneuerung

Funktionsweise von Retinol

Verfeinerung des Hautbildes

Funktionsweise von Retinol

Kollagensynthese

Was ist Retinol eigentlich & worauf solltest Du achten

Retinol gilt seit Mitte des 20. Jahrhunderts als der beste Anti-Aging Wirkstoff. Da unser Körper selbst kein Retinol – also Vitamin A1 – produzieren kann, können wir dies nur über die Nahrung aufnehmen. Da dies in höheren Dosen eher schwierig ist, wurde der Wirkstoff in der Kosmetik, also über äußerliche Anwendung beliebt und gilt heute als Goldstandard im Bereich Anti Aging. Retinol hilft Falten deutlich zu reduzieren und deren Entstehung zu verhindern und die Hautstruktur neu aufzubauen. Ebenso wirkt es als Antioxidans gegen freie Radikale. Diese werden vom Körper selbst während verschiedener Stoffwechselprozesse gebildet, entstehen aber auch durch schädliche äußere Einflüsse wie Umweltgifte, UV- oder Sonnenstrahlung oder Zigarettenrauch.

Vitamin A unterstützt die Bildung neuer Zellen und den Regenerationsprozess der Haut und sorgt so für sichtbar glattere Haut. Durch die Produktion von gesunden Hautzellen und die regulierte Zellfunktion ist Retinol auch bei Akne wirksam. Es reduziert die Talgproduktion der Haut und wirkt so aktiv der Entstehung von Pickeln und fettiger Haut entgegen und zwar dort wo sie entstehen. So wird nicht das Symptom bekämpft , sondern die Ursache.

Jetzt denkst Du Dir sicherlich, dass Du auch dieses Wundermittel ausprobieren möchtest. Folgende Tipps und Tricks können Dir helfen, Retinol richtig anzuwenden und eine Reizung der Haut auszuschließen.

Diese drei Formen von Retinol gibt es

Es lässt sich zwischen drei Arten von Retinol unterscheiden. Einmal die Retinol-Vorstufen – diese werden Retinol-Ester genannt, reines Retinol und Tretinoin. Tretinoin ist die aktive Retinsäure. Bei der Verwendung von Retinol-Ester wird dieser Stoff in der Haut in Retinol umgewandelt und aus Retinol entsteht Tretinoin. Obwohl es diese Formen von Retinol schon eine lange Zeit gibt, herrscht immer noch Verwirrung, wenn es um die genaue Wirkung der verschiedenen Retinol-Formen geht. Aber halb so wild! Wir haben eine kleine Übersicht über die drei verschiedenen Formen erstellt.

1. Retinol-Ester (INCI Retinyl Palmitate, Retinyl Linoleate, oftmals fälschlicherweise als Retinol Palmitate bzw. Linoleate bezeichnet)
Bei den Retinol-Vorstufen müssen diese in der Haut durch chemische Reaktionen in Retinol umgewandelt werden. Diese Stoffe sind sanfter zur Haut, da diese weniger stark und inaktive Stoffe des Retinols sind. Retinol-Ester sind eine milde Alternative für sensible Haut.

2. Reines Retinol (INCI Retinol)
Reines Retinol wird in der Haut zuerst in Retinal und anschließend in Retinolsäure (Tretinoin) umgewandelt. Die aktive Form des Retinols wird also Tretinoin genannt. Reines Retinol wird meistens mit einer Höchstkonzentration von bis zu 1% eingesetzt. Achtung: Je höher die Konzentration, umso stärker die Wirkung. Jedoch sollte auf eine langsame Steigerung der Dosierung geachtet werden, da eine zu hohe Konzentration zu Hautreizungen führen kann.

3. Tretinoin, die aktive Retinsäure
Diese aktive Retinsäure wird auch Vitamin A genannt. Da die Säure sehr reizend wirkt, wenn man diese in ihrer reinen Form anwendet, werden in Kosmetika immer Mischformen verwendet. Reines Tretinoin ist verschreibungspflichtig und findet man nur in der in Apotheke verkäuflichen Medikamente z.B. gegen Akne und hat starke Nebenwirkungen.

Retinol & Sonne

Wie Du bereits eben erfahren hast, stimmuliert Retinol die Kollagensynthese in den tiefen Hautschichten, wodurch die Haut glatter, gesünder uns stärker wird. Gleichzeitig wird die Zellneubildung stark angeregt. Die Hautoberfläche besteht dann aus einer Schicht gesunder, junger Hautzellen, welche besonders sensibel ist. Aufgrund der angehobenen Lichtempfindlichkeit empfehlen wir, unabhängig vom Retinol, auch immer einen LSF 50+ für das Gesicht, im Sinne von Anti-Aging, zu verwenden.

Frau mit Sonnenhut und Sonnencreme im Gesicht

Die richtige Dosierung von Retinol für eine optimale Verträglichkeit

Um Deine Haut nicht zu stark zu beanspruchen, ist es wichtig die richtige Dosierung von Retinol-Präperaten einzuhalten. Zu Beginn sollte die Creme oder das Serum ungefähr 1-2 Mal die Woche ausschließlich am Abend angewendet werden, um eine Reaktion der Haut zu beobachten. Bei einer positiven Reaktion der Haut kann die Dosierung langsam gesteigert werden. Wenn die Verträglichkeit sehr gut ist, kann ein Retinol-Präperat bis zu 5 Mal die Woche verwendet werden.

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Dr. Miriam Rehbein

Dr. Miriam Rehbein ist approbierte Fachärztin für Dermatologie sowie Gründerin und Produktentwicklerin der Doctor Mi! medical skincare. Als anerkannte Expertin für Hautpflege gibt sie ihr Fachwissen nicht nur an Kollegen auf Kongressen und in Fortbildungen weiter, sondern behandelt auch Patient*Innen in ihrer Münchner Praxis. Mit der Doctor Mi! medical skincare hat Dr. Miriam Rehbein auf Basis ihrer langjährigen Erfahrung im Umgang mit Patienten eine Pflegelinie geschaffen, die insbesondere ein Ziel verfolgt: Der Haut zur Selbsthilfe zu verhelfen.